Reisebericht Heimatnah 2020

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16.09.2020 Mittwoch

Ja, auch unsere Reisepläne sind in diesem Jahr weitestgehend durch den COVID 19 Virus bestimmt. Ein für im Mai '20 geplanter Irland Trip, sowie eine Offroadtour durch Portugal im September, fallen der Pandemie zum Opfer und die Reiseplanung erstreckt sich weitestgehend heimatnah und wir bleiben in Deuschland.

 

18.09.2020 Freitag (297 km)

Mein Freund Andy und ich machen uns am frühen Nachmittag auf den Weg in’s nordhessische Bebra. Dort wollen wir an dem alljährlichen Treffen unseres Motorradforum teilnehmen und alte Freunde und Bekannte  wieder treffen.

 

19.09. 2020 Samstag (291 km)

Die gemeinsame Ausfahrt bringt uns kreuz und quer durch Nordhessen und Thüringen. Rund 300 km sind wir in der großen Gruppe unterwegs und verbringen den Abend in geselliger Runde bei unterhaltsamen Gesprächen und dem ein oder anderen Bierchen.

  

20.09.2020 Sonntag (142 km)

Um 8:00 Uhr schon trifft Werner ein, zeitig ist er Zushause aufgebrochen und über die Autobahn bis hier her gefahren. Werner ist der Dritte im Bunde und gemeinsam wollen wir von Bebra aus zu einer einwöchigen Tour durch Teile des Osten Deutschlands aufbrechen.

Von Nordhessen über die Landesgrenze, nach Thüringen im Osten, kommen wir nach Eisenach. Hier gibt es den ersten Stop an der historischen und geschichtsträchtigen Wartburg.

Entlang des thüringischen Rennteig kommen wir vorbei am alt-ehrwürdigen Rennsteigbahnhof und können uns am Imbiss zur Wallfahrt, südlich von Ruhla, mit einer echt thüringischen Bratwurst um die Mittagszeit stärken.
Am frühen Nachmittag erreichen wir unser heutiges Ziel, das Hotel ‘Zum Gründle’ in Oberhof und können hier unser erstes, gemeinsames Schrankenbier zu uns nehmen.


Wir schlendern noch etwas durch das Wintersportzentrum Oberhof und kehren zum Abendessen ‘Beim Waldschrat’ ein. Neben einer ausgiebigen Mahlzeit geniessen wir hier auch den ein oder anderen edlen Obstbrand.

 

21.09. 2020 Montag (293 km)

Ausgeschlafen und gut gefrühstückt fahren wir ostwärts weiter duch Thüringen. Bei einem kurzen Halt am Köditzbach nähe Saalfeld/Saale, erhalten wir von einem einheimischen Paar einen Tip und fahren weiter bis zur Talsperre Eichicht

 

Hier umrunden wir zu 2/3 den Stausee Hohenwarte und nehmen bei Altenroth die kleine Autofähre zur anderen Seite über den See nach Linkenmühle.

Nur rund 85 Kilometer weiter stehen wir an der Göltzschtalbrücke. Mit ihren 78 Metern Höhe, 574 Meter Länge und den 98 Bögen, ist sie die größte Ziegelstein-Brücke der Welt. Das beeindruckende Viadukt gilt als Wahrzeichen des Vogtlands und wurde schon im Jahre 1851 fertig gestellt.

Vom sächsischen Vogtland wechseln wir ins Erzgebirge und erreichen dort auf 1.214 Meter, den Fichtelberg und höchstgelegenen Punkt in Sachsen.

Am Fuße des Fichtelberg, in Oberwiesenthal, finden wir ein für uns geeignetes Appartment, schlendern auch noch durch dieses Wintersportzentrum und kehren zum Abendessen im ‘Alten Brauhaus’ ein.

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22.09.2020 Dienstag (202 km)

Kleinste Sträßchen bringen und durch das Erzebirge und direkt nach Seiffen. Nur zu gut können wir uns vorstellen, welch weihnachtlich-romantische Stimmung hier im idyllisch-winterlichen Weihnachtsdorf zu dieser Jahreszeit herrschen mag.

Ein weiteres Highlight dieses Tages erreichen wir mit der Rennschlitten- und Bobbahn ‘ENSO-Eiskanal’ in Altenberg. Auf hochtouren wird hier an allen Ecken und Enden gearbeitet um diese Kunsteisbahn für den Winter und die bevorstehenden Wettkämpfe vorzubereiten.

Eine kleine Panne, die wir aber beheben konnten, vermasselt uns am Nachmittag zeitlich den Besuch der Basteifestung im Elbsandsteingebirge. In Königstein, unterhalb der großen Festung, finden wir in der Altstadt mit dem ‘4Lionshostel’ eine günstige und geeignete Bleibe.

Hier buchen wir uns gleich für zwei Nächte ein und beschliessen für den nächsten Tag die Sehenswürdigkeiten der Umgebung zu erkunden.

 

23.09.2020 Mittwoch (86 km)

Das nur 8 Kilometer entfernte Bad Schandau lädt uns zur Besichtigung eines historischen Aufzugs ein Von dort aus startet auch die Kirnitzschtalbahn, welches sich durch das maleirsche Kirnitzschtal bis zur Endhaltestelle am Lichtenhainer Wasserfall schlängelt.

Wir befahren das Tal mit unseren Motorrädern, biegen bei Räumicht links ab und kommen durch Sebnitz an die Burg Hohnstein.

Auf dem Weg zur Basteifestung können wir die ehemalige Rennstrecke des Deutschlandring befahren. Die Rennstrecke wurde in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgebaut, ist in ihrem Verlauf aber noch wie ursprünglich vorhanden und wird gelegentlich auch heute noch auf Teilabschnitten für ein Viertelmeile-Rennen genutzt.

An der Bastei-Festung angekommen, verstauen wir unsere schweren Klamotten in unseren Motorrakoffern und machen uns auf Besichtigungstour. Die Bastei ist mit Ihrer Festung und Aussichtsplattform eine auf 305 Meter hohen Felsformation über dem rechten Ufer der Elbe gelegen und wohl die meistbesuchteste Touristenattraktion in der Sächsischen Schweiz.

 

24.09.2020 Donnerstag (233 km)

Bereits am Vorabend hatten wir Kontakt zu ein paar Freunden die ebenfalls in dieser Gegend mit dem Motorrad auf Tour sind. Wir verabreden uns für diesen Abend in der Nähe von Klingenthal im sächsischen Vorgtland.
Die Tagesetappe von Königstein nach Klingenthal führt uns auf rund 180 km über tschechischen Boden. Nur zweimal halten wir hier an. Einmal veleitet uns die Talsperre des Flaje Stausee zum stoppen und ein anderes mal füllen wir unsere leeren Tanks auf.

Ziel ist das Hotel ‘Zum Walfisch’ in Klingentahl-Zwota. Unsere Freunde kommen nur wenige Zeit nach uns hier an und wir verbringen gemeinsam einen langen Abned und tauschen gegenseitig die Erlebnisse der letzten Tage aus.

 

25.09.2020 Freitag (399 km)

Heute Früh regnet es, die Regenbekleidung ist übergezogen und es geht los auf die letzte Etappe in Richtung Zuhause. Nach gut 80 km wird der Regen weniger und die restlichen Kilometer lassen sich gut auf der Autobahn gut abspulen, bis wir dann am Nachmittag nach einer wundervollen Motorradwoche wieder Zuhause ankommen.

 

Fazit:

Ohne die Umstände durch die Corona Krise, verbunden mit den umfangreichen Einschränkungen der Reisefreiheit, wären wir wohl in diesem Jahr, diese Tour so nicht gefahren.
Aber in unserem Fazit sind wir uns einig…   Auch in Deutschland, direkt vor der Haustür, also HEIMATNAH gibt es einiges zu erleben, erkunden und zu sehen.

Für ein Abenteuer muss nicht zwingend die Große Weite Welt bereist werden, das geht auch Heimatnah !!!