Zentral Asien - 2012 Bilder

die bilder zu der “HighWay - Tour" – Zentral Asien 2012 werden schon bald hier erscheinen...

eine kleine vorschau gibt es hier in dem kurzen (3 min) video trailer (mit ton!)

zum starten bitte auf das video klicken

Iron Butt - Saddle Sore 16/24 - 2014

Track auf Google Maps: 


Iron_Butt_2014 auf einer größeren Karte anzeigen

Reisebericht / Logbuch  

- die idee -

1.600 kilometer innerhalb 24 stunden!
etwas verrückt… aber wahrscheinlich ist genau das der grund warum ich diese tour angehe.

schon sehr lange, rund 10 jahre, spiele ich mit dem Gedanken einmal einen Saddle Sore der Iron Butt Association zu fahren.

Iron Butt, Saddle Sore, was ist das denn? werdet ihr euch fragen. im grunde sind diese begriffe auf die amerikanische vereinigung der Iron Butt Association zurück zu führen und diese begriffe könnte man folgendermassen wörtlich ins Deutsche übersetzen, Eisen-Arsch und Sattel-Wunde…

im wesentlichen handelt es sich bei dem thema um langstrecken fahrten für motorradfahrer die eine bestimmte strecke in einer bestimmten zeit zurücklegen. die Iron Butt Association oder deren deutscher ableger Iron Butt Association Germany sprechen hier von unterschiedlichen varianten dieser langstrecken fahrten (long distance rides).

als erste offizielle langstrecken fahrt habe ich mich für einen Saddle Sore 1000 entschieden, dessen regeln ich hier mal kurz und knapp zusammenfassen möchte.

zu fahren ist eine strecke von 1000 milen (1.609,3 km) innerhalb 24 stunden. diese fahrt ist ausführlich zu dokumentieren und nach erfolgreicher durchführung kann man die komplette dokumentation bei der iron Butt Association einreichen und sich dort registrieren lassen. die deutsche, angepasste version nennt sich dann Saddle Sore 1600K und wird im detail hier beschrieben.

 

– planung / vorbereitung –

Di., 17.06.2014
ich nehme kontakt zur IBA USA auf um ein paar detailiertere informationen einzuholen.

Mi., 18.06.2014
von der IBA USA werde ich freundlicher weise auf die IBA Germany verwiesen und sofort kontaktiere ich auch dort die verantwortlichen und erhalte umgehend rückmeldung.

Do., 10.07.2014
die grobe route, die ich fahren möchte, ist geplant und auf der googelmap übersicht dargestellt. der anvisierte durchführungstermin soll das wochenende 2.-3. August ’14 sein. sollte irgend etwas dazwischen kommen, oder das wetter so garnicht passen, ich würde nur ungern bei vorhergesagtem dauerregen losfahren, dann habe ich als ausweichtermin das wochenende am 16.-17. August ’14 ausgedeutet.

Di., 15.07.2014
die detailierte routenvorbereitung hat mich auf eine idee gebracht. mit einer kleinen änderung der streckenführung und nur unwesentlich mehr kilometer, wird jetzt aus dem standard saddle sore 1600 die abwandlung zu einem 16/24. dies bedeutet, das ebenfalls min. 1.600 km zurückgelegt werden müssen, aber man fährt innerhalb der 24 stunden alle 16 deutschen bundesländer an und dokumentiert dies. die routenführung auf meiner google map übersicht ist entsprechend geändert und die geplanten zwischenstops eingetragen.

 

– reisetagebuch –

Sa., 02.08.2014 der start
die vorbereitungen sind alle samt erledigt. die wettervorhersage ist einigermassen günstig und mit einem tankbeleg, gedruckt um 14:47 uhr, starte ich bei angenehmen und sonnigen 27°C meine reise.

 

nach nur 36 km der erste tankstop in

– Viernheim (Hessen) und weiter 151 km bis nach

– Tholey-Hasborn (Saarland). hier mal eben 6 liter sprit gefasst die für die nächsten 82 km bis nach

– Niederöfflingen (Rheinland-Pfalz) Eifel Ost, genügen sollen. mit rund 278 km liegt jetzt die längste etappe dieser tour vor mir und endet bei

– Münster (Nordrhein-Westfalen). auf diesem teilstück verbrenne ich rund 19 liter sprit. ca. 35 km nach dem tankstop staut sich der verkehr auf der autobahn. ich kann jedoch bis zum stauanfang an den stehenden PKWs vorbeifahren. unfall, zum glück ohne personenschaden, aber mit einer riessigen ölspur, verteilt über alle fahrbahnen.

 

vollsperrung und erst nach gut einer stunde sind die aufräumarbeiten abgeschlossen und wir werden auf dem standstreifen an der unfallstelle vorbeigeleitet. mittlerweile ist es dunkel geworden und hat begonnen zu regnen.

– Holdorf (Niedersachsen) erreiche ich rund 81 km nach dem letzten tankstop und der regen wird heftiger. bis

– Bremen (Bremen) habe ich auf gut 87 km heftigsten niederschlag, sodass sogar die PKWs teilweise auf dem standstreifen stehen bleiben. hier auf besserung zu warten ist laut wetter-radar aussichtslos und ich fahre nochmal 109 km weiter bis

– Hamburg-Moorfleet (Hamburg) um dort 5 liter super in meinen tank zu füllen. der nächste stop ist geplant in Witzhave. doch diese tankstelle hat weder nachtbetrieb noch einen tankautomaten. ich versuche fast eine ganze stunde eine offene tankstelle zu finden oder mir wenigstens irgendwo an einem bankautomaten oder bahnhof einen beleg als beweis für meinen aufenthalt in Schleswig-Holstein zu beschaffen. leider sind alle versuche gescheitert. um diese uhrzeit, es ist mittlerweile Sonntag, der 03.08.14 um 01:58 Uhr, sind hier in den dörfern leider auch keine personen die mir als zeuge dienen könnten auf den strassen unterwegs. ich beschliesse zurück auf die autobahn A24 Hamburg-Berlin zu fahren und finde dort, direkt an der grenze zu Meck-Pom noch einen rastplatz an dem ich eine cola und ein snickers kaufen kann und damit auch ein beleg in

– Gudow (Schleswig-Holstein) erhalte. tanken kann ich hier nicht. aber ich hatte den nächsten tankstop sowieso für nur 3 km weiter in

– Valluhn (Mecklenburg-Vorpommern) eingeplant und fasse hier 11 liter die für die 144 km bis

– Walsleben (Brandenburg) reichen sollten. die nacht ist mit 22°C recht mild und macht das fahren angenehm. von den umliegenden gewittern, die rechts und links von mir toben, lasse ich mich nur wenig beeindrucken und bin froh das mich auf diesem teilstück mit 87 km nicht wieder das nass von oben erwischt.

– Berlin an der AVUS (Berlin) um 05:05 uhr und es wird langsam wieder hell. mit 9 getankten liter super E10 hat der nächste abschnitt eine länge von 126 km und ich kann in

– Köckern (Sachsen-Anhalt) weitere 5 liter in meinen tank füllen. hier mache ich endlich auch mal eine etwas längere pause von rund 30 min und gönne mir von meinem reiseproviant ein schnitzelbrötchen und von der raststätte einen frischen und heissen kaffee. nur 24 km habe ich jetzt bis

– Schkeuditz (Sachsen) – flughafen Leipzig. hier fasse ich 5 liter brennstoff die die 68 km bis

– Hermsdorf (Thüringen) reichen müssen. von hier aus beginnt die zweitlängste etappe mit rund 234 km geht es auf der A9 weiter richtung süden. 14 liter treibstoff sollten bis nach

– Hauser bei Würzburg (Bayern) ausreichend sein. die schlussetappe bringt mich mit 177 km am Sonntag, 03.08.2014 um 11:14 uhr, zurück an meinen ausgangspunkt in Baden-Württemberg von wo aus ich am vortag gestartet war.

 

- fazit -


16 deutsche Bundesländer, 1.879 gefahrene km, 20 std. + 23 min. reisezeit, 121 liter verbrannter sprit und ich bin wieder zuhause angekommen.

hier noch mein tour-logbuch, alle gesammelten tankbelege und letztendlich die annerkennungsurkunde der Iron Butt Association Germany in der nach abzug von tachoabweichungen 1.745 km offiziell anerkannt und bestätigt wurden.

 

 

 

Reisebericht Niederlande 2014

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Niederlande - 2014

ein onlinetagebuch zur reise gibt es leider nicht. 

Reisebericht Friaul 2015

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als revival unserer reise aus dem jahre 2004...

Nach 11 Jahren ‚back to the roots…‘


nachdem wir in 2004 bereits schon einmal mit einer etwas größeren truppe im Friaul auf tour waren, wollen wir dies 11 jahre später nochmals wiederholen…

 

– planung/vorbereitung –

die gruppe ist sich gerade am finden und noch ist nicht sicher wer alles mit auf reise sein wird. aber eines ist gewiss, unser start erfolgt am 14. Mai und wir möchten 10-11 tage unterwegs sein.

 

Mittwoch, 04.03.2015

wir haben beschlossen uns eine feste basisstation zu suchen, um dann von dort aus unsere tagesetappen zu starten. nach etwas recherche im netz sind wir in der nähe von Tolmezzo fündig geworden und reservieren zimmer in folgender netten Agriturismo.

http://www.agriturismo.it/de/bauernhof/friaul-julisch_venetien/udine/Fornas-6210645/index.html

 

– reisetagebuch –

Do., 14.05.2015

Jetzt geht es endlich los!

zusammen mit Alfred und fahre ich über land richtung Löwenstein wo wir Micha, Wolfgang und Frank treffen. Von hier aus geht es über klein- und kleinststrassen in die nähe von Augsburg zu Raphael, Annette und Anna, alte mitfahrer und freunde von uns. kaum angekommen, stösst auch schon Jörg aus Wolfsburg, zu uns. Raphael und Annette bieten uns ein herrliches nachtlager in ihrem haus und ein paar steaks und würste vom grill, dazu ein paar weissbier, runden den abend ab.

 

Fr, 15.05.2015

am frühen morgen werden wir durch prasselnden regen auf den fensterscheiben geweckt. der blick aus dem fenster bestätigt, nicht unbedingt beste bedingungen für die fahrt über die Alpen. bei strömendem regen geht’s dennoch los, an München vorbei richtung Kieferstfelden, hier sammeln wir Peter ein und die truppe ist somit komplett. Weiter über Kufstein, Kitzbühel und durch das Felberntauerntunnel. auch hier keine wetterbesserung und es geht über den Plöckenpass nach Tolmezzo und wir checken in unserer zuvor gebuchten unterkunft ein. wahrlich eine klasse wahl die wir hier getroffen haben. große und saubere zimmer, die wirte super freundlich und auch das lokale essen und die hauseigene grappaauswahl ist vorzüglich.

 

Sa, 16.05.2015

nach einem ausgiebigen frühstück starten wir bei strahlendem sonnenschein in die umliegenden berge. zwischendurch hat es bis zu 33°C und beste bedingungen für die pässe die wir heute befahren. am abend testen wir dann mal die grappa-variationen des hauses.

 

So, 17.05.2015

kleinste verwundene strässchen, entlang einer ralleystrecke die hier ab dem 7. Juni wieder ausgetragen wird, kommen wir vorbei am stausee von Sauris nach Südtirol und dort, bei bestem wetter, über Sexten und den Kreuzbergpass wieder nach Österreich. über den Kartitscher-Sattel nach St. Lorenzen bis nach Kötschach-Mauthen und von dort die letzten 50km im regen wieder zurück zu unserem quartier.

 

Mo, 18.05.2015
auch heute wieder optimales tourwetter und die strecke führt uns von Tolmezzo ins Resiatal, über die grenze nach Slowenien und dort an Bovec vorbei hoch auf den Vrsic-Pass. hier auf der hütte hatten wir vor 11 jahren mal übernachtet und wahrlich einen tollen abend verbracht. Martina, die wirtin von damals, bewirtschaftet die hütte leider nicht mehr. wir machen trotzdem auf einen kaffee und speckbrot kehrein.

auf der anderen passeite kommen wir durch Kranjska Gora und wieder zurück nach Italien und entlang des Rio del Lago zurück nach Tolmezzo. zu viert drehen wir noch eine kleine extrarunde und biegen südlich bei Alesso ab in die berge. ein schmaler weg führt uns bis rüber nach S. Francesco auf die bergrennstrecke wo noch ein tag zuvor ein rennen ausgetragen wurde. von der Renault-Alpine-Klasse bis hin zur Formel 3 fuhren hier ca. 340 rennwagen um die beste zeit auf den 11 km bergauf.

 

Di, 19.05.2015

zum guten glück behält der wetterbericht unrecht und uns wird ein weiterer sonnentag beschert. heute geht es nördlich von Tolmezzo hoch auf den Monte Zoncolan, eine beliebte etappen-bergankunft des Giro d’Italia. noch etwas weiter nördlich kommen wir auf die Panoramica dell Vette und schrauben uns hier die unzähligen kehren hoch bis auf fast 2000 höhenmeter. Etwas früher zurück können wir auch hier in unserer Agriturismo bei bestem sonnenschein noch unser wohlverdientes schrankenbier geniessen.

 

Mi, 20.05.15

Peter und Jörg müssen früher zuhause sein und brechen an diesem morgen ihre heimreise an. bei uns dauerregen, den ganzen tag und an motorradfahren ist nicht zu denken. wir verbringen den ganzen tag auf unserer hütte, bekommen zum mittagstisch eine vorzügliche schinken-käse-platte und am abend eine auswahl an unterschiedlichen pizza.

 

Do 21.05.15

wieder regen und auch für die nächsten tage sagt der wetterbericht keine besserung voraus. wir beschliessen unsere sachen zu packen und machen uns bei regen auf den heimweg. über den Plöckenpass, hier hält sich das wetter noch einigermassen, geht’s bei dauerregen weiter durch Lienz hoch zum Felberntauerntunnel. am tunnelausgang 6°C und schneetreiben.

Kitzbühel, Kufstein, Kiefersfelden, München, Augsburg, alles bei strömendem regen und erst ab Ulm lockern die wolken etwas auf und ab Stuttgart schein für uns sogar wieder die Sonne. so kann jeder von uns auch die letzten paar kilometer der heimreise nochmal etwas genießen und am abend sind wir wieder zuhause. Etwas früher daheim als ursprünglich geplant, aber mit der erinnerung an ein paar wunderschöne tage und touren in dem herrlichen Friaul.

 

Hier geht es zu dem Bilderalbum zu dieser Tour -> Album

Reisebericht 71° Nord 

Track auf Google Maps: 

 

71° Nord - oder einmal Nordkap und zurück - 2016

 

lange auf der wunschliste wurde es jetzt in 2016 endlich verwirklicht. 

71° 10′ 21″ Nördliche Breite und 25° 47′ 1″ Östliche Länge, genau an diesem punkt auf der norwegischen halbinsel Nordkinn befindet sich das Nordkap, der nördlichste punkt der über das strassennetz vom europäische festland aus erreicht werden kann.

ende Juni, anfang Juli 2016 mache ich mich auf einer 3 wöchigen reise auf den weg um genau diesen nördlichsten punkt zu besuchen.

durch Dänemark nach Norwegen, entlang der ostküste und über die inselgruppe der Lofoten wird mich die tour zum Nordkap führen. auf der rückreise werde ich gen süden durch Schweden, Finnland und das Baltikum (Estland, Lettland, Litauen), Polen und die Tschechische Republik zurück nach Deutschland fahren.

 

– planung/vorbereitung –

Februar 2016

die internetrescherchen sind weitestgehend abgeschlossen. die in den letzten wochen zusammengetragenen landkarten ausgiebig studiert und eigentlich könnte es gleich losgehen.

 

Samstag, 25.06.2016 (1.171 km)

2:53 uhr, durch einen lauten knall werde ich aus dem schlaf gerissen. draussen tobt ein gewitter wie ich es selten erlebt habe. kann ich heute wirklich losfahren?!? naja, schliesslich will ich ja erst gegen 6:00 uhr losfahren und das wetter hat noch gut 3 stunden um sich zu beruhigen.

 

5:45 uhr, die Q rollt. dieses verrückte wetter hat sich in der tat etwas beruhigt. vor mir liegen rund 1.100km bis zum fährhafen am nödlichen zipfel Dänemarks. zeitlich bin ich gut unterwegs und so kann ich um die mittagszeit tatsächlich einen abstecher in die innenstadt meines in den letzten jahren liebgewonnen Hamburgs machen.

um die uhrzeit, ein einfaches um bei meiner lieblingsfischbude ein frisches krabbenbrötchen zu verzehren, so denke ich mir. weit gefehlt und was ich nicht wusste, an diesem wochenende finden die Hamburg Harley Days statt. die ganze stadt, jede strasse, jede ecke alles voll mit Harley Davidson motorrädern, und meine dicke Q mittendrin. das Krabbenbrötchen bekomme ich trotzdem und schon geht’s auf der anderen seite der stadt wieder auf die autobahn.

zwischendurch immer wieder kleinere regenschauer, die sich aber kaum lohnen hier erwähnt zu werden.
zeitig um kurz nach 18:00 uhr erreiche ich Hirtshals. mein dort vorreserviertes zimmer im DanHostel liegt direkt unterhalb des traumhaften leuchtturms und kaum angekommen und zimmer bezogen, das obligatorische, mitgebrachte schrankenbier getrunken und jetzt noch ein bisserl durch die stadt bummeln.

 

die 1.100km waren anstrengend, aber ich bin froh hier zu sein um morgen in der früh die fähre nach Norwegen zu nehmen.

 

Sonntag, 26.06.2016 (235 km)

7:00 uhr aufstehen, packen und zur fähre fahren. es ist trocken und angenehme 20°C. die fähre legt pünktlich ab. hier treffe ich einen österreichischen KTM fahrer der auf einer ähnlichen route wie ich unterwgs ist. sehr ambitioniert von ihm, denn er will das ganze in nur 2 wochen fahren.
nach 4,5 stunden laufen wir in den hafen von Langesund ein. irgendwie bginnt für mich der urlaub erst jetzt, hier in Norwegen.
dieser beginnt dann aber auch gleich richtig. es ist nebelig und vom himmel fällt nieselregen. dieser hat aber ebenso seine angenehme 20°C und macht das ganze doch recht erträglich. ich fahre nordwestwärts die B36 und dann die E134. meist ist die strecke auf 60 km/h begrenzt und gelegentlich darf ich sogar 80 km/h fahren. so richtig voran kommt man da nicht wirklich. aber so war es ja auch zu erwarten.

 

nach rund 200km entscheide ich mich bei Haukeligrend für einen campingplatz und beziehe dort eine kleine holzhütte.

 

Montag, 27.06.2016 (478 km)

um 8:00 uhr sitze ich auf dem motorrad und starte den motor. über einen kleinen pass durch mitten ein skigebiet auf 1.000 metern höhe und 9°C geht es über die E134 und E13 bis Odda.

 

wettertechnisch habe ich nach ca 30-45 min dann weniger glück. es beginnt zu regnen, und es wird den ganzen tag nicht mehr aufhören. die einzigsten abschnitte in denen es mal nicht regnet, das sind die immer wiederkehrenden, unzähligen tunnel.
ein gutes hat das regenwetter. ich komme gut voran und mache strecke. was sonst ausser fahren soll ich machen?!?! schade nur um jedes bild das heute, bei dem wetter, nicht gemacht werden kann.

Bergen kenne ich bei besserem wetter, lasse es links liegen und entscheide mich lieber für einen kleinen einspurigen pass der von Dale über Otterstad nach Romarheim führt.

‚Bergen‘ links liegen gelassen?!?! denkste!!! auf der kl. einspurigen strasse über den pass wollte ein älterer her zurücksetzen um dem linienbus platz zu machen. beim rangieren geriet er von der fahrbahn und sein wagen rutschte mit beiden räder links vom asphalt.
ohne weiteres bekommt man das auto so nicht mehr aus dem graben gefahren.

 

ein paar passanten, alle samt deutsche, der busfahrer und natürlich ich, helfen zusammen um den Opel Zafira in einer 1,5 stündigen aktion aus dem graben zu ‚bergen‘ und wieder auf die strasse zu bekommen.

 

weiter, die E16 erreicht, geht’s gut voran. so kann ich sogar heute noch den abzweig bei Byrkelo erreichen und den pass (D60) bis Innvik queren. hier direkt am fjord finde ich den Viking Camping und kann mich ebenfalls wieder in einer deren holzhütten einmieten.

 

Dienstag, 28.06.2016 (517 km)

ich bin früh unterwegs und bei bestem wetter überfahre ich einen landschaftlich traumhaften pass. die strasse ist dermassen gut ausgebaut dass das fahren nach den regentagen eine wahre freude bereitet. über die bergkuppe rüber komme ich zum aussichtspunkt am Geiranger Fjord. dort unten in dem kleinen gewässer liegt ein großer passagierkreuzer vor anker. der ausblick auf den Geiranger ist so atemberaubend das ich mich erstmal wieder richtig sammeln muss um weiterfahren zu können.

 

rund 120 km später, die landschaft auf der srecke fesselt mich total, komme ich an die sagenhaften Trollstigen. auch hier bietet sich wieder ein anblick an natur wie ich es seltenst erlebt habe.

 

gestern abend hatte ich noch kurzfristig ein bett in einem hostel gebucht und so muss ich auch heute noch die rund 300km bis Trondheim zurücklegen. bei dem wetterchen und der landschaft aber alles andere als eine strafe. der tag war in sachen landschaft, wetter, sowie strecke und strassenbeschaffenheit ein wahrer genuss.

 

Mittwoch, 29.06.2016 (760 km)

gestern abend, es hat angenehme 17°C, und es ist auch um 23:15 uhr noch taghell, sitze ich vor dem hostel und unterhalte mich mit Dani, eine alleinreisende motorradfahrerin aus Garmisch.

Trondheim lasse ich bei bestem wetter hinter mir und ziehe weiter nordwärts, immer entlang der E6. ich fahre und fahre und irgendwann, es ist schon fast 17:00 uhr (wie schnell doch die zeit vergeht wenn’s spass macht) passiere ich die immaginäre linie des nördlichen polarkreises. hier am ‚Polar Circle Center‘ muss irgendwie jeder anhalten, aber zu sehen gibt’s nix.

 

weil das fahren gerade so viel spass macht, lasse ich es weiterrollen und halte ausschau nach einer netten bleibe. ca. 15 km vor Fauske sehe ich immer wieder schilder mit der aufschrift ‘MC Treff‘ hier oder dort lang. wenn ich das jetzt richtig interpretiere, dann geht es hier zu einem motorradtreffen und voller hoffnung folge ich den schildern. in der tat, auf einem riessiegen freiluftgelände hält der Motorrad Club Saltdal hier ein bikermeeting ein motorradtreffen ab. das treffen soll offiziell erst morgen am Donnerstag starten, aber ab heute nachmittag haben die teilnehmer die möglichkeit sich zu registrieren und auf dem gelände die zelte ausfzuschlagen. ich bin nahe dran mich ebenfalls anzumelden. alleine die gebühr von rund 70,-€ und das ich von der livemusik, dem BBQ usw. am wochenende garnichts haben werde, ich will ja nicht die nächsten 3-4 tage hier verweilen, halten mich von einer registrierung ab.

 

jetzt kann ich auch noch die letzten 65km bis nach Bodo fahren. angst zu haben in die dunkelheit zu kommen brauch eihc hier ja nicht mehr, es wird hier in dieser jahreszeit nicht mehr dunkel! hier von Bodo legt die fähre nach Moskenes auf den Lofoten ab. am fährterminal erkundige ich mich über die abfahrtzeiten und checke in dem benachbarten hostel ein.

 

 

Donnerstag, 30.06.2016 (306 km)

was soll ich heute sagen wo mir doch so sehr die worte fehlen. das wetter ist hammer, die überfahrt dauert kurzweilige 3:20h. die ankunft auf den Lofoten ist einfach nur traumhaft, 25°C, blauer himmel, sonnenschein und weil ich wirklich nicht weiss wie ich das beschreiben soll, ich bin nämlich sprachlos…
…hier nur ein paar bilder…

 

Freitag, 01.07.2016 (230 km)

ein paar leichte regentropfen auf meinem zelt wecken mich aus dem schlaf. zum glück fängt es nicht richtig an zu regnen und ich bekomme meinen ganzen campingkrempel trocken zusammengepackt. es sind nur ein paar kilometer bis auf die insel Andoy und ich kann mir hier die nächsten 65 km bis Andenes richtig zeit nehmen. erst in 5 stunden wird die fähre hinüber nach Gryllefjord auf der insel Senja ablegen. der himmel reisst auf und bei bester witterung geht es entlang der kleinen küstenstrasse bis nach Botnham und hier auf die nächste fähre weiter nach Hillesoy. inselhopping auf norwegisch !

 

viele kilometer werde ich heute nicht mehr schaffen und so buche ich mir von unterwegs ein kleines zimmer im Viking Hotel in Tromsö.

 

Samstag, 02.07.2016 (584 km)

noch gestern abend habe ich mich entschlossen heute den abstecher raus nach Hammerfest zu machen. wer weiss wann man da sonst nochmal hinkommt 
in Tromsö starte ich erneut bei herrlichem wetter. noch schnell ein foto von einer dieser beeindruckenden brücken. also biege ich von der route ab in ein industriegebiet um einen geeigneten ausblick zu suchen. gerade als ich das motorrad abgestellt habe, sehe ich das ich genau vor dem clubhaus der Hells Angels Tromsö stehe.

 

 

über die E8 und dann die E6 geht’s weiter nach norden. vorbei an Alta komme ich am frühen abend in meiner unterkunft in Hammerfest an. die unterknuft habe ich gezielt ausgewählt, denn dort gibt es TV auf den zimmern und einen aufenthaltsraum mit einem riessigen flachbild TV. noch beim einchecken kläre ich ab das dort auf dem grossbildschirm heute abend das europameisterschafts viertelfinale Deutschland gegen Italien laufen wird. schau mer mal wie es ausgeht !

 

Sonntag, 03.07.2016 (261 km)

der fußballkrimi mit verlängerung und elfmeterschiessen ging ja zum glück für die deutsche nationalmannschaft gut aus und diese steht damit im halbfinal. hat lange gedauert diese entscheidung, und das wo ich doch heute schon so früh los möchte. laut wetter app ist für heute früh am kap gutes wetter gemeldet, gegen mittag sollen wolken aufziehen und regen ist vorhergesagt. am abend soll’s dort dann wieder freundlicher sein.

um 5:30 uhr klingelt der wecker. nach einem ausgiebigen frühstück bewegt sich die Q um 6:15 uhr die letzten 208 km von Hammerfest richtung Nordkap. rund 60 km vor dem „ZIEL“ durchfahre ich das Nordkaptunnel. die strasse geht im dunklen, nebeligen und kalten tunnel rund 3 km bergab, unter dem wasser hindurch, dann wieder ca. 3 km bergauf und schon habe ich die Nordkapinsel erreicht. hier, auf den letzten kilometern bis zum „ZIEL“, herrscht ein unglaublich starker und böiger wind, sodass ich gelegentlich alle mühe habe das motorrad auf der spur und auf der strasse zu halten.
über die letzte kuppe und ich erblicke die Nordkaphallen. blauer himmel, warme 23°C und um diese urhzeit (9:15 uhr) keine menschenseele am view point. mit dem selbstauslöser werde ich das bild schiessen, welches ich schon so lange vor meinem geistigen auge habe.
seht selbst…

 

nein, zusammen mit dem motorrad ein bild am view point ist leider nicht möglich  ich habe mehrfach nachgefragt dies scheint wohl nur in ausnahmefällen machbar, denn auch solche bilder habe ich schon gesehen.

ich schaue mir in dem Nordkap Center alles ausgiebig an, eine kleine ausstellung, die höhle des lichts, ein museum, die St. Johannes Kapelle, einen wirklich sehenswerten film im panoramakino, alles im preis für 260,- NOK inklusive. das ticket ist für 24 stunden gültig und man darf innerhalb dieser zeit mehrmals auf das areal fahren.

 

gegen 13:30 uhr fahre ich 30 km zurück bis Honnigsvag und nehme mir ein zimmerchen im Nordkap Hostel. gerade als ich mein gepäck vom motorrad packe fängt es an zu regen. alles richtig gemacht also!

hier kann ich ein wenig entspannen, denn dank des fussballspiels war die nacht doch etwas kurz. nach dem großen regen mache ich noch einen kleinen spaziergang rund um die bucht und als ich zurück an das hostel komme sehe ich die BMW von Jörg aus Hamburg. mit ihm war ich bereits vor zwei tagen ein paar kilometer von Andenes bis Tromsö zusammen gefahren. zufällig ist er in der gleichen unterkunft abgestiegen. wir beschliessen abends gegen 21:00 uhr nochmals gemeinsam raus zum Kap zu fahren um dieses dann hoffentlich auch im schein der mitternachtssonne zu sehen.

ach ja, hier noch mein kleiner ‚trolliger‘ freund, den ich am Kap getroffen habe.

 

Montag, 04.07.2016 (781 km)

wir waren bei mitternachtsonne am kap und es war wieder sehr beeindruckend. schade eigentlich das ich jetzt nie mehr hierher zurück kommen kann… denn so wie heute kann man das Nordkap nur sehr selten erleben und diese erinnerung will ich mir sicher nicht durch einen weiteren besuch, bei schlechterem wetter, kaputt machen lassen.

 

zusammen mit Jörg fahre ich heute noch weitere 350 km. zuerst runter von der Nordkapinsel und dann richtung osten. es ist trocken, doch am himmel kündigen große, dunkle wolken regen an. zum glück bleiben wir verschont. der abschnitt auf der 98 zwichen Ilfjord und Tanabru, wir fahren über eine hochebene, ist wie gemacht für uns motorradfahrer und bringt eine menge laune.

bei Tanabru trennen sich unsere wege dann. Jörg biegt links ab, weiter nach osten und ich fahre über die E6 bis Utsjoki, biege hier links ab, über eine große brücke und bin in Finnland.

Finnland soll mir nur als transitland dienen und so kommt es mir sehr entgegen das die strecke auf der E75 super gut ausgebaut ist und die schilder meist eine geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h erlauben. aufpassen muss man dennoch, denn hier in Lapland kreuzen sehr viele Rentiere die strasse  

jetzt fängt es doch noch an zu regnen und nach ca. 1,5 stunden regenfahrt beschliesse ich an einer kleinen pension zu stoppen. für rund 41,-€ bekomme ich hier ein klasse zimmer, warme dusche und sogar eine echte finnische sauna inklusive. die sauna werde ich selbstverständlich dann gleich mal testen.

hier das saunahäusschen…

 

Dienstag, 05.07.2016 (591 km)

kurzer nachtrag von gestern abend. die sauna war klasse und hat unheimlich gut getan. in der unterkunft war auch noch Peter aus München angekommen. er ist mit seinem Fiat Ducato Bus unterwegs und neben seiner BMW im laderaum hat er eine kühlbox mit frisch gekühltem Tegernseer Bier.

daraus folgt -> sauna + zwei saunagänge + jeder zwei kühle Tegernseer = nahezu perfekter abend !!!

für die kommenden 200 km benötige ich heute früh nahezu 4,5 std. das wetter ist so genial das ich immer wieder anhalten muss um bilder zu machen.

 

um die mittagszeit erreiche ich Rovaniemi, hier am nördlichen polarkreis hat der Weihnachtsmann angeblich sein zuhause. in dem kleinen dorf „Santa Claus Village“ ist alles auf weihnachten getrimmt und lautsprecher beschallen das dorf, den ganzen tag mit weihnachtslieder. für mich, bei strahlendem blauen himmel und 27°C hitze, irgendwie ein absurter zusammenhang.

selbstverständlich gibt es jeden nur erdenklichen artikel, der nur annäherungsweise mit weihnachten oder dem weihnachtsmann zu tun haben könnte, hier als souvenier zu kaufen. wer bislang nicht mehr an den weihnachtsmann geglaubt hatte, der fängt hier sicher wieder damit an. ob der gute alte mann weiss welch ein kommerz und hype hier in seinem namen gemacht wird?

 

weiter richtung süden biege ich kurz vor Kemi rechts ab. hier sind es nur 25 km bis zur schwedischen grenze bei Haparanda. ich war ja schon in schweden, aber meine Q möchte auch mal den boden des königreichs Schweden sehen. so rolleen wir über die grenze, ca. 200 meter weiter einmal um den verkehrskreisel und dann die 25 km wieder zurück bis Kemi.

der weitere verlauf der strasse ist hier nicht mehr so schön wie zuvor und zu allem fängt es jetzt auch noch an von oben nass zu werden. gut eine stunde fahre ich im regen bis dieser wieder nachlässt. immer entlang der E75 stoppe ich bei Sipola und finde eine wirklich klasse unterkunft. hier im B&B Rosenberg steht mir ein komplettes haus, mit 2 schlafzimmern, küche, bad und sogar einer eingebauten sauna zur verfügung. alles in allem für sehr preiswerte 40,-€.

 

Mittwoch, 06.07.2016 (562 km)

heute in ermangelung der zeit, ihr versteht -> urlaubsstress  nur mal ganz kurz und vom mobilephone geschrieben. bilder und das kartenupdate gibt’s dann morgen wieder.

um 7:30 uhr bewegt sich die Q mit mir in richtung Helsinki. 530 km, die ersten 200 km davon in teils heftigen regen und dann die restlichen bei etwas wolkenauflockerung. Helsinki empfängt mich dann gegen 14:30 uhr bei strahlendem sonnenschein und blauem himmel. check in im hostel und dann die stadt erkunden. also sitz ich hier im pub bei Sonne und bier, mit 4,-€ ist das hier wieder bezahlbar, und schreibe euch.

morgen um die mittagzeit hoffe ich die fähre nach Estland (Tallinn) zu bekommen und dann gibt’s hier wieder mehr

nachtrag:
vom pub aus, per mobile phone, die fähre und das zimmer für morgen gebucht. ach wie herrlich einfach doch die moderne technik ist! dann bin ich noch den ganzen nachmittag in der stadt unterwegs. tut ja auch mal gut sich zu fuss zu bewegen und nicht nur auf dem moped zu sitzen  abends um 22:00 uhr (finnische Zeit) schaue ich mir im hostel das EM halbfinale Portugal gegen Wales an (2:0).

 

Donnerstag, 07.07.2016 (10 km)

es regnet, macht aber nix, sind ja nur 3 km bis zur fähre welche pünktlich um 10:30 uhr ablegt. 2 stunden und 45 min später legen wir in Tallinn (Estland) an. es regnet noch immer. ich mache mich auf den weg zu meiner unterkunft und checke ein.

 

ganze 10 km habe ich mein motorrad heute bewegt und werde auch hier wieder die stadt zu fuss erkunden. ein kleines pub, in dem das heutige EM halbfinale Deutschland – Frankreich übertragen wird, lässt sich sicher auch noch finden.

Tallinn hat wirklich eine sehr schöne altstadt. sehr belebt, geschäftig und in den historischen gassen und deren plätze jede menge geschäfte, aber auch nette kleine restaurants und kneipen. zufällig findet gerade ein historischer jahrmarkt mit beträchtlich vielen gaukler, händler, musiker und was damals noch so alles dazu gehörte statt.

 

Freitag, 08.07.2016 (794 km)

ich habe direkt gegenüber meiner unterkunft eine klasse BBQ sportsbar gefunden in der ich das fussballspiel schauen konnte. über das ergebnis, 0:2 aus deutscher sicht, brauche ich euch ja wohl nicht zu informieren. die deutsche nationalmannschaft ist jetzt, genau wie ich, auf dem weg nach hause.

 

in der früh leichter nieselregen und ich fahre an die tankstelle um das 41 liter spritfass meiner dicken Q randvoll zu tanken. bei einem preis von 1,02 € pro liter super benzin (E95) eine wahre freude.

kaum die stadt verlasen, klart es auf und die E67 bringt mich entlang der Baltischen See zuerst vorbei an Pärnu, über die grenze nach Lettland, im großen bogen vorbei an Riga auf die E77, über die grenze nach Litauen und rund 12 km nördlich von Siauliai an den Berg der Kreuze.

 

ein wahrlich beeindruckender ort mit unzähligen kreuzen, die einheimische und besucher, aus den unterschiedlichsten gründen (siehe google oder wikipedia) hier aufgestellt oder niedergelegt haben.

 

jetzt am nachmittag erwischen mich mehrere, zwar nur kurze aber umso heftigere regenschauer. das Baltikum passiere ich ja nur mit ein paar wenigen highlights gesehen zu haben, aber die schönheiten des ganzen Baltikum sollen in zukunft teil einer eigenen reise werden.
es geht noch bis über die grenze nach Polen, 4 länder an einem tag hat man auch nicht alle tage, wo ich kurz vor Augustow eine wirklich zu empfehlende unterkunft (appartement, inkl. frühstück, 30,-€) finde. das restaurant ABRO hotel/bar hat eine umfangreiche speisekarte und bietet für die geschmälerte reisekasse ein hervorragendes menü.

 

Samstag, 09.07.2016 (893 km)

rechts vorbei an Warschau, durch Lodz und dann Breslau links liegen lassen. einmal von nord-ost nach süd-west durch Polen. fast auf der ganzen strecke ein wildes wolkenspiel am himmel. gelegentlich trifft mich dann auch mal ein schauer.

kurz vor der deutschen Grenze bei Görlitz verlasse ich die autobahn in südlicher richtung. jetzt komme ich sogar mal eben bei Zittau kurz für ca. 5 km nach Deutschland bevor es bei Petrovice in die Tschechei geht.

nur noch 20 km, bei mittlerweile besten wetterverhältnissen, und ich habe die Bikerhöhle des tschechischen „Motorrad-Club Pekelne Doly“ (Teufelsgrube) erreicht.
hier kann man tatsächlich mit dem motorrad in die höhle, durch die höhle und sogar bis zur theke fahren.

 

übernachten geht hier leider nur bei größeren veranstaltungen. also suche ich mir in der nähe eine privatpension und kann auch hier wieder für nur wenige euro in ein einzelzimmer einziehen. ein vorzügliches abendessen gibt es hier noch obendrauf.

 

Sonntag, 10.07.2016 (654 km)

schon am morgen um 8:00 uhr hat es 23°C und strahlenden sonnenschein. ich genieße jeden meter den ich hier durch das Isergebirge fahren kann. hier und da noch ein fotostop und dann komme ich vor Prag auf die autobahn. die letzte etappe dieser reise führt mich um Prag herum, an Pilsen und Nürnberg vorbei bis ich am nachmittag gut und wohlbehalten wieder zuhause ankomme.

 

 

Fazit:
auch diese reise hatte wieder ihre ganz eigenen highlights und es bleiben tiefe eindrücke von den erlebnissen die ich unterwegs erfahren konnte. ich habe 9 zum teil für mich ganz neue länder gesehen, eine menge kilometer gefahren, tolle leute kennengelernt und so wird auch dieser trip bei mir nie in vergessenheit geraten.

Statistik:
gefahrene kilometer: 8.854 km
bereiste länder: Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechische Republik
Pannen, Ausfälle: 1 durchgebrannte fahrlicht-glühlampe

Hier geht es zu dem Bilderalbum dieser Reise -> Album